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Studer B62 Teil 1

 

Meine STUDER B62.

Kurz etwas zur Info: Die STUDER B62 wird oft als die "graue Maus" eingestuft; dies ist aber

absolut nicht der Fall. Die B62 ist die Reportageausführung der großen STUDER A80 und wurde

damals meistens in Ü-Wagen eingesetzt.

Die Audiopalatinen der B62 sind 1:1 austauschbar mit der A80 und klanglich steht die 62iger der

80iger in nichts nach.

Und da die STUDER B62 recht selten angeboten wird, bin ich froh meine zu besitzen.

Zumal die Tonköpfe auch noch in einem sehr guten Zustand sind.

 

(dieses Foto zeigt meine STUDER B62 nach der kompletten Revision mit Umbau der Frontträgerplatte)

 

 

So, nun wird's Zeit, das ich mit der Teilrevision beginne.

 

Das Band zurückspulen....

 

um dann die Aluspulen und Bandteller abzunehmen.

 

So viele Stunden hat die B62 noch nicht gelaufen. (2667 Std.)

 

Die Bremsen werden gereinigt und kontrolliert.

 

Auf der linken Bremstrommel ist ein Magnetband mit aufgezeichnetem Impulsraster

aufgeklebt. (grüne Pfeile auf den übernächsten Bildern)

Im Bereich dieser Bremstrommel ist besondere Vorsicht geboten.

Bei Wartungsarbeiten in unmittelbarer Nähe keine magnetischen Werkzeuge und

Entmagnetisierungsdrossel verwenden, weil sonst das Impulsraster gelöscht wird.

Diese Technik mit dem Abtastkopf (roter Pfeil) und dem Impulsrasterband (grüner Pfeil)

ist bei der A62 und B62 verbaut und dient der Bandzugregelung.

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch mal ein Seitenauszug aus dem Servicemanual der STUDER B62.

 

Bei der B62 sind links und rechts je 2 Bremsbänder verbaut.

 

 

 

Die Rückansicht mit den Anschlüssen und den gesteckten Audioprints.

 

 

 

Die Typen- und Serviceschilder der Maschine.

 

Hier werden die 72 Kugeln (36 oben und 36 unten) der Umlenkrollen gereinigt und neu gefettet.

Die Lager schreien förmlich nach Öl/Fett!

 

 

 

Hier wird die Rücklauffeder des Fühlhebels ausgehangen.

 

Die zu sehende Spiralfeder ist die genannte Rücklauffeder.

 

Diese Lager und 6 weitere werden bei dem bevorstehenden Umbau auf eine neue

Frontträgerplatte gegen neue ausgetauscht.

 

 

 

Der Schieber für die Abschirmung (Brummklappe) des Wiedergabekopfes musste

gängig gemacht werden. (roter Pfeil)

 

Maschine zwecks Reinigung ohne Kopfträger.

 

 

 

Aufnahmekopf und links der Löschkopf von Woelke.

 

Bei der B62 sind die Tonköpfe hängend eingebaut.

 

Die mit Schraubenlack gesicherten Schrauben dienen zum Einstellen der Tonköpfe.

 

 

 

Kopfträger komplett mit Deckel.

Links sind die Safe/Ready Microschalter für die Aufnahme zu sehen.

 

Hier ist die Drucktastenplatte zu sehen.

 

Die Capstan Servoplatine.

 

Die Tape Tension Servoplatine.

 

Der Capstan Servo Print mit neuen Trimmern, Elkos und einem neuen

Entstörkondensator.

 

Der Tape Tension Servo Print mit neuen Sicherungen, Trimmern, Elkos und

Tantalkondensatoren.

 

Wiedergabeverstärkerprint mit alten Elkos und Tantalkondensatoren.

 

Hier mit den neuen Bauteilen.

 

 

 

Hier sind die Einstellregler der Wiedergabeverstärkerplatine zu sehen, die zum

Einmessen der Maschine dienen.

 

Das Hybridschaltungsbauteil. (Hybrid Circuit)

 

Das VU-Meter Connectorpanel.

 

Die XLR Anschlusseinheit.

 

 

 

Stabilisatorplatine mit den verbrauchten Bauteilen....

 

...und hier mit den frischen Elkos und neuen Trimmern.

 

 

 

2 Leistungstransistoren mit ihren Kühleinheiten.

 

 

 

Die Entstörkondensatoren wurden bei der B62 natürlich sofort mit getauscht.

Der Zugang zu diesen "RIFA Bomben" ist sehr schwierig!

 

Oszillatorplatine mit den alten......

 

 

 

 ....und hier mit den neuen Elkos.

 

 

 

3x 24V Relais.

 

Bei den Sicherungshalterungen auf der Stabilisatorplatine sind auf Grund des

Alters einige Klemmbacken abgebrochen.

 

Sofort habe ich 4 neue eingelötet und...

 

...mit neuen Feinsicherungen bestückt.

 

Die getauschten Bauteile.

 

Hier der linke PAPST Wickelmotor.

 

Probelauf nach der Teilrevision.

 

Alles an der B62 funzt wieder.

 

Maschine wieder anschließen und fertig.

 

 

 

Die teilrevidierte Studer B62 an ihrem Platz.

 

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