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Studer A62 Teil 1

 

Hier wird die Revision einer STUDER A62 dokumentiert.

 

Aber vorab erst mal einige Infos und interessante Bilder zur Maschine.

Die Studer A62 entstand aus der Entwicklung der Revox A60, welche nie in Serie gebaut wurde.

Die Revox A60 schaffte es nur bis zur Prototypenreife.

Die Studer A62 war die erste volltransistorisierte, professionelle Tonbandmaschine von Studer.

In dieser Maschine sind Germanium Transistoren verbaut, die es heute neu kaum mehr zu kaufen gibt.

 

 

So eine saubere und gepflegte STUDER A62 habe ich noch nie gesehen; wie neu!

Die Maschine ist Baujahr Mitte 1969.

Leider sind einige Funktionen im Laufwerks- und Audiobereich nicht mehr gegeben.

 

Das Typenschild und das Schild mit den ausländischen Patentnummern.

 

Ein Prospekt von EMT bez. der STUDER A62.

 

Hier der Blindstecker mit Brücke für den Betrieb ohne Fernbedienung.

 

Der Spannungswahlschalter mit den beiden Hauptsicherungsträgern.

 

Die Netzanschlussbuchse.

 

Die Steuerrelais SB, SS, SV, SR.

 

Der Verstärkerkorb.

 

Die Steckkarten sind für die Neubestückung einfach zu entfernen.

2 Schrauben (1 & 2) um 45 Grad verdrehen, die Bügel nach oben klappen und den Print

herausziehen.

 

Hier genau der gleiche Mechanismus wie bei den vorherigen Steckkarten.

 

Der linke Wickelmotor mit der Jahreszahl Juni 1969.

 

 Der Capstanmotor.

 

Das Zählwerk der A62. 

Welch ein genialer technischer Aufwand für ein Zählwerk; echt toll!

Eben STUDER Qualität!

 

Das Zählwerk zeigt bei 7,5'' direkt Minuten und Sekunden an.

Mit der Taste 00 00 (A) kann der Zähler an jeder beliebigen Stelle auf Null

zurück gestellt werden.

 

Man beachte die beiden Rollen mit den Zahlen!

Gegen dieses mechanische Zählwerk sind die Zähler einer Revox A77 oder B77 echte

Kleinkinder.

 

Die ganze Rückstellmechanik wird auch noch durch eine Dämpfungspumpe (roter Pfeil)

unterstützt! Einfach Klasse!

 

Die Dämpfung kann mit der M2 Inbusschraube (roter Pfeil) auch reguliert werden.

 

Auf den folgenden Fotos ist die Relaisbatterie zu sehen.

 

Viele Relais....

 

...14 Stück an der Zahl!

 

Hier mal die Tabelle der Relais- und Magnetfunktionen.

 

Die folgenden 2 Bilder zeigen die Sicherungsplatine.

 

 

 

Der mit A gekennzeichnete kleine Print ist eine Abgleichkapazität.

 

Die 2 Spur Tonköpfe; links der Aufnahmekopf und rechts der Wiedergabekopf.

Die Köpfe sind noch in einem hervoragenden Zustand!

 

Der Löschkopf.

 

Wiedergabekopf mit Bandführung und Capstanwelle.

 

Der schwarze Amphenolstecker verbindet den Verstärkerkorb mit den Chassis.

 

Zufallsspiegelung.

 

Oberhalb vom Amphenolstecker ist das Netzteil zu sehen.

 

Das Drucktasten Chassis; linke Seite....

 

...und die rechte Seite.

 

Auf den folgenden Bildern wird der Tausch der RIFA Entstörkondensatoren dokumentiert.

Es sind 3 an der Zahl.

Die Entstörkondensatoren für die Wickelmotoren sind hinter den Wickeltellern verbaut.

 

Rechter Wickelmotor; 0,1uF Rifa alt. (roter Pfeil)

 

Linker Wickelmotor; 0,1uF Rifa alt. (roter Pfeil)

 

Linke Seite; neuer Entstörkondensator.

 

Rechte Seite; neuer Entstörkondensator.

 

Auf den folgenden 3 Bildern ist die Aufhängungsmechanik der Bremsbänder und Rückhol-

federn der Wickelmotoren zu sehen.

 

 

 

 

 

Das mit dem roten Pfeil gekennzeichnete Bauteil ist der Abtastkopf für die Bandzugregelung.

 

Altlasten.

 

Ansicht zwischen Verstärkerkorb und Chassis A / B.

 

Rückansicht stehend.

 

Gezogener Amphenolstecker.

 

Dieser Amphenolstecker verbindet den Verstärkerkorb mit den anderen Chassis.

 

Auf dem Magnetverstärkerprint sitzt der 3. Entstörkondensator.

 

Lötseite der Magnetverstärkerplatine.

 

Der neue 0,47uF Entstörkondensator ist eingebaut

 

Der RIFA Entstörkondensator für den Capstanmotor.

 

Das Bauteil ist auch schon von Rissen im Gehäuse durchzogen...

 

...lange hätte der nicht mehr gehalten.

 

Dieser 0,47uF Entstörkondensator ist doppelt so breit wie die, die ich sonst immer getauscht habe.

Evtl. kommt es daher, weil dieser Kondensator eine X2 Ausführung ist.

 

Bei der STUDER A62 sind die Kugellager für die rechte Umlenkrolle besser zugänglich als bei der

STUDER B62.

 

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